
| Unsere Fraktion fasst die wichtigsten Entscheidungen der Bezirksvertretung Lindenthal vom 29.06.2026 zusammen – mit einem klaren Schwerpunkt auf Verkehrssicherheit, Ordnung im öffentlichen Raum und bezahlbarem Wohnen aus Sicht der Verfasserinnen und Verfasser. Die Tagesordnungspunkte mit allen Unterlagen sowie das Beschlussprotokoll finden sich hier: https://ratsinformation.stadt-koeln.de/si0041.asp?__kgrnr=22 Fragen sind ausdrücklich erwünscht und können über das moderierte Kommentarfeld oder über unser Kontaktformular an uns gerichtet werden. Diese Übersicht bietet eine kompakte Zusammenfassung – weiterführende Details sind in den verlinkten Unterlagen einsehbar. |
[!] E‑Scooter: FDP/Volt initiiert Kurswechsel
Unsere Fraktion hat federführend ein umfassendes Abstell- und Rücknahmekonzept für E‑Scooter bis zum Schulstart Anfang September eingefordert. Gemeinsam mit CDU, SPD und LINKE wurde beschlossen, klare Regeln für Abstellflächen, „No Parking“-Zonen, Verantwortlichkeiten von Stadt und Verleihern sowie verbindliche Reaktionszeiten im Stadtbezirk Lindenthal festzulegen. Ergänzend regt die Bezirksvertretung nahezu einstimmig an, dieses Konzept – wo rechtlich möglich – auf das gesamte Stadtgebiet Köln zu übertragen.
[!] Sofortmaßnahmen Stolberger Straße (FDP/Volt‑Initiative)
Auf Initiative von FDP/Volt wurde einstimmig ein Paket kurzfristiger Maßnahmen zur Verkehrssicherheit auf der Stolberger Straße beschlossen. Dazu gehören verstärkte Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt, das Freihalten der neuen Radschutzstreifen sowie die Prüfung und Umsetzung weiterer Tempo‑30‑Abschnitte im Umfeld der dortigen Schulen und Bildungseinrichtungen.
Mehr Sicherheit für Kinder und Fußgänger
Mehrere Fußgängerüberwege (Zebrastreifen), unter anderem im Bereich der Schulen Stolberger Straße/Geilenkircher Straße sowie am Leiblplatz, wurden beschlossen. Zudem werden Tempo‑30‑Regelungen auf der Gleueler Straße und der Goethestraße geprüft, um Schulwege und sensible Bereiche besser zu schützen. Schulstraßen sind Thema in der Sitzung am 28.09.2026.
Spielplatz Mommsenstraße: Aufwertung mit Bürgerbeteiligung
Die BV beauftragt die Verwaltung, den Spielplatz Mommsenstraße/Gleueler Straße umfassend zu sanieren und aufzuwerten. Dabei sollen neue Spiel‑ und Aufenthaltsangebote, bessere Gestaltung der Flächen, ein möglicher Bücherschrank und eine stärkere Einbindung von Anwohnerinnen, Kindern und Familien berücksichtigt werden – ohne die bereits beschlossene Spielplatzplanung zu verzögern.
Jugendvertretung setzt Impulse
Die Jugendvertretung brachte die Idee für Fahrradservicesäulen ein, die von allen Fraktionen aufgegriffen wurden. Die BV beschloss einstimmig, an mehreren Standorten im Bezirk Fahrradservicesäulen zu installieren und weitere geeignete Orte zu prüfen. Auch der Antrag zur Schulstraße Biggestraße wurde vorbereitet, aber vertagt.
[!] Skaterpark Widdersdorf: FDP/Volt‑Antrag zurückgezogen
Ein Antrag von FDP/Volt zur erneuten Standortprüfung für den Skaterpark Widdersdorf wurde in der Sitzung nach kontroverser Debatte zurückgezogen. Ausschlaggebend waren die rechtliche Lage, die bisherigen Beschlüsse und die positive Beteiligung der Jugendlichen sowie die Sorge, dass das Projekt insgesamt gefährdet werden könnte.
Kontroversen: Parklet und Buslinien
Die Erweiterung des Parklets am Klettenplatz wurde – trotz Ablehnung von CDU, SPD und XXX, beschlossen. In der Anhörung zu Änderungen im Busverkehr kritisierte FDP/Volt die vorgesehenen Anpassungen der Expressbuslinien 172 und 173 und stimmte einem Änderungsantrag zu, der mindestens drei morgendliche Fahrten der Linie 172 sichert.
[!] Bezahlbarer Wohnraum: Zustimmung mit Bauchschmerzen
Beim Beschluss zur Baukostenreduzierung im Wohnungsbau stimmte die BV mehrheitlich zu, obwohl alle Fraktionen Teilaspekte kritisierten – um dennoch einen Beitrag zu bezahlbarem Wohnraum zu leisten. Die BV unterstützt einen Ratsbeschluss, der zeitlich befristete Anpassungen städtischer Vorgaben zur Baukostenreduzierung vorsieht und durch Monitoring sowie Evaluation begleitet werden soll. Trotz erheblicher Vorbehalte in einzelnen Punkten überwog der Wille, konkrete Schritte für mehr bezahlbaren Wohnraum einzuleiten.
Weitere Beschlüsse und Signale aus der BV
Das Wandgemälde „Der gelbe Mann“ an der Luxemburger Straße soll gesichert und die Umgebung aufgewertet werden. Die Nutzungsänderung eines Hochhauses in ein Boarding House auf der Eupener Straße wurde einstimmig befürwortet. Der Rahmenplanungsbeirat wird ausdrücklich unterstützt – bei gleichzeitiger scharfer Kritik am bisherigen Umgang mit diesem Gremium. Die erneute Beschlussfassung zur denkmalpflegerischen Sanierung der Trauerhalle auf dem Melaten-Friedhof sorgt für Unverständnis, weil schon seit Jahren Sanierungsbedarf anerkannt ist.